.  
.



Einleitung
DVB-C (Kabel)
DVB-S (Sat)
DVB-T
Digital Radio
Digital TV am PC
mediasites
Fachhändler


7-Tage-News
Medien
International
Fernsehen
Radio
Kabel
Internet
Technik
SatNews
Archiv

Newsarchiv:



ARD digital
ZDF vision
Privatsender
Premiere
PayTV in Europa


Receiverübersicht
Settop-Box-Suche
Testberichte
d-box
Frequenzen
Software-Archiv
Sat-Zubehör


Lexikon
digitv FAQs


Volltext-Suche:



Termine + Adressen
Mailingliste
Stimmcenter
Forum

Werbung

© digitv.de

 
Digital TV für Einsteiger • Teil 4: So wählen Sie Ihren Digitalreceiver aus

Welchen Digitalreceiver nehme ich?

Je nachdem, wie Ihre Bedürfnisse sind, müssen Sie sich für die richtige Settop-Box entscheiden. Die Auswahl ist bereits riesengroß. Wir haben die wichtigsten Kriterien aufgelistet:


1. Satellit oder Kabel?
Diese Frage lässt sich leicht beantworten. Haben Sie bereits einen Kabelanschluss und werden dort schon digitale Signale eingespeist, sollten Sie Kabelempfang bevorzugen. Alle anderen sollten sich eine Satellitenschüssel zulegen oder die alte Anlage benutzen. Infos zur Aufrüstung haben wir auf einer Sonderseite gesammelt.

2. Pay TV oder Free TV?
Jeder Hersteller von digitalen Settop-Boxen bietet eine breite Produktpalette an. Sie können wählen, ob Sie nur unverschlüsselte Kanäle (FTA - Free To Air) empfangen wollen oder zusätzlich auch Pay TV wie PREMIERE.

Pay TV:
Möchten Sie auch verschlüsselte Kanäle empfangen, achten Sie darauf, einen Digitalreceiver zu kaufen, der sogenannte Common Interface Schnittstellen besitzt. Viele Geräte besitzen diesen Einschubschacht nicht und sind nur zum Empfang der unverschlüsselten Kanäle nutzbar. In diese Schnittstellen wird einfach das PCMCIA-Modul mit der entsprechenden Verschlüsselungsnorm (bei Premiere ist es BetaCrypt) eingeschoben. Settop-Boxen mit dieser Schnittstelle gibt es schon jede Menge zum Preis ab 250,- Euro, wie Sie bei der Recherche in unserer Settop-Box Datenbank leicht nachvollziehen können. Das Interface schlägt derzeit dann noch einmal mit mindestens 100,- Euro zu Buche.

Free TV:
Die FTA-Boxen sind relativ preiswert (ab 150,- Euro) und bieten schon zu diesem Preis sehr gute Empfangseigenschaften. Die Fernsehsender können es sich aufgrund der relativ hohen Verbreitung dieser Boxen nicht leisten, für längere Zeit ihre Signale zu verschlüsseln. Nahezu alle privaten und öffentlich-rechtlichen TV-Stationen aus Deutschland senden über das ASTRA-Satellitensystem bereits digital. Keiner der Sender wird zurzeit codiert.

Premiere-Empfang:
Für den Empfang von Premiere existieren bereits mehrere Geräte, die offiziell von dem Pay-TV-Anbieter zugelassen sind. Eine Übersicht über die erhältlichen Geräte finden Sie auf unserer Sonderseite.
3. Betriebssystem - Open TV, F.U.N., MHP?
Das Betriebssystem der Settop-Box kann eigentlich als zweitrangig gesehen werden. Wie im PC-Bereich zwischen Windows, Linux oder Mac OS gibt es auch bei Digitalreceivern unterschiedliche Betriebssysteme.
Stichwort: Betriebssystem
Genau wie ein PC besitzen auch die digitalen Satellitenreceiver ein Betriebssystem, das bestimmte Grundfunktionen erfüllt. Außerdem bietet es die Möglichkeit, über Kabel oder Satellit ausgestrahlte Anwendungen und Zusatzdienste auszuführen.

Da die Anbieter oft unterschiedliche Betriebssysteme bevorzugen, können auf konkurrierenden Produkten die Zusatzdienste der Gegenseite nicht dargestellt werden.

F.U.N. und Open TV:
ARD, RTL und ZDF haben sich mit anderen Anbietern und Endgeräteherstellern zusammengeschlossen zum Free Universe Networt, kurz F.U.N..

Die Vereinigung bietet nun Zusatzangebote wie den ARD Onlinekanal oder den F.U.N.-Promokanal an, die ausschließlich mit F.U.N-Boxen zu empfangen sind. F.U.N.-Receiver besitzen übrigens das Betriebssystem Open TV.

betanova:
Die KirchGruppe hat ein eigenes Betriebssystem für ihre Settop-Boxen, die d-box I und d-box II entwickelt. Nur auf diesem Betriebssystem können Zusatzdienste wie HomeNet oder der ZDF.digitext dargestellt werden.

Egal ob Open TV oder betanova, eins können beide Betriebssysteme: Digitale Radio- und Fernsehprogramme dem Nutzer zur Verfügung stellen! Sie haben also die Wahl.

Multimedia Home Plattform (MHP):
In Zukunft soll digitales Fernsehen noch einfacher, besser, bunter und natürlich preiswerter werden, also multimedial. Dazu wurde ein einheitlicher Standard geschaffen, der in Zukunft von den einzelnen Geräteherstellern übernommen werden soll, nämlich MHP. Dann stehen Sie nicht mehr vor der Wahl, ob Open TV oder betanova. Mehr Informationen zu MHP gibt es übrigens hier!

4. Dolby Digital
Der gute Ton ist vielen Zuschauern auch sehr wichtig. Einige TV-Stationen wie beispielsweise ProSieben, PREMIERE oder der Schweizer TeleClub senden ausgewählte Filmhighlights auch im Kinostandard Dolby Digital.

Wollen auch Sie in den Genuss dieses Soundsystems kommen, müssen Sie sich eine Settop-Box mit einem Dolby Digital tauglichen Digitalausgang zulegen. Mehr Infos zu Dolby Digital im Special!

Eine Liste aller Filme, die in den nächsten Wochen in Dolby Digital ausgestrahlt werden, finden Sie auf dieser Seite.

5. Festplatte
Digitalreceiver mit Festplatte ersetzen den Videorecorder. Sie können Filme und Radioprogramme auf den Massenspeicher der Box aufnehmen und sich später wieder anschauen. Interessant ist die sogenannte time shifting Funktion. Sie ermöglicht es, einen Film aufzunehmen und währen der Aufnahme schon wieder abzuspielen, während im Hintergrund weiter aufgenommen wird. Kommen Sie also einmal eine halbe Stunde nach Filmstart nach Hause, können Sie sich sofort die Aufzeichnung anschauen, während der Rest der Films noch aufgenommen wird.

6. Analogempfang
Noch einige Jahre werden über ASTRA auch die analogen Sender bestehen bleiben. Möchten Sie nicht auf diese Kanäle verzichten, sollten Sie sich eine Settop-Box zulegen, die noch zusätzlich einen Analogtuner eingebaut hat.


Stichwort Datenrate

Wichtig bei der Auswahl einer Settop-Box ist für Sat-Profis auch die verarbeitbare Datenrate. Denn digitale Sat-Programme können in zwei verschiedenen Verfahren übertragen, nämlich in SCPC (Single Channel per Carrier) oder MCPC (Multi Channel per Carrier). Normalerweise befindet sich auf einem Sat-Transponder ein einziges digitales Signalpaket, das die komplette Bandbreite des Transponders ausnützt (MCPC) und so bis zu 8 TV-Programme beinhaltet.
Wer hingegen auch exotische Programme oder Nachrichtenübertragungen auf anderen Satelliten empfangen will, dessen Gerät sollte auch niedrige SCPC-Datenraten um die 6.000 MSymbols/s verarbeiten können.


Hier gibt es mehr Informationen auf den Seiten von DigiTV.de:
Teil 1: Was passiert im Jahr 2010?
Teil 2:
Der Crashkurs - so funktioniert die digitale Technik
Teil 3: So wird verschlüsselt
Teil 4: So wählen Sie Ihren Digitalreceiver aus

© DigiTV.de • Weiterverbreitung nur nach ausdrücklicher Genehmigung!