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Satellitenfernsehen: Analog oder Digital? – Teil 1

Übersicht:

Teil 1: Satellitenfernsehen: Analog oder Digital
Teil 2: Keine Chipkarte – kein Bild?
Teil 3: Radio: auch über Satellit

Teil 4: EPG: Die unverlegbare Fernsehzeitung
Teil 5: Vergangenheit: VPS und Twin

Satellitenfernsehen: Analog oder Digital

Bei terrestrischem Rundfunk und Fernsehen sind digitale Ausstrahlungen noch in der Entwicklungs- oder Aufbauphase – in Kabel und über Satellit haben sie dagegen von der Programmanzahl längst die analogen Ausstrahlungen überrundet. Lohnt sich der Umstieg von analog auf digital und sollte man ein neues System gleich in der digitalen Variante kaufen? DigiTV.de hilft Ihnen bei Ihrer Entscheidung.













Senden nur digital:
Die Zusatzkanäle der ARD.
Bei digitalem Satellitenempfang denkt jeder zunächst an Pay-TV. Das ist aber ein Irrtum: zwar setzen die Anbieter von Bezahl-Fernsehen massiv auf die digitale Übertragung, der Hauptgrund für den Umstieg auf Digital ist aber die so möglichere engere Kanalbelegung: Dank des Komprimierungsstandards MPEG-2 passen in einen Analog-Videokanal mindestens vier digitale Übertragungen, bei reduzierter Qualität sogar noch mehr.

Damit sinken die Betriebskosten und die Programmvielfalt kann gesteigert werden: Die öffentlich-rechtlichen Sender bieten Zusatzkanäle wie Eins MuxX, zdf.doku oder den Theaterkanal an und das Pay-TV separate Kanäle für Spielfilme, Fußball und Tierfilme. Im Kabel und später auch terrestrisch ist die digitale Ausstrahlung der Weg aus der begrenzten Kanalanzahl. Die höhere Störsicherheit der Digitaltechnik gegen Mehrwegeempfang spielt allerdings nur beim noch nicht eingeführten terrestrischen Digitalempfang DVB-T eine Rolle und erreicht auch da nicht den Level des extra hierfür eingeführten Rundfunksystems DAB.


Zum digitalen Satellitenempfang ist keine Premiere-d-box notwendig, nicht einmal, wenn man tatsächlich Premiere sehen will: Kurz nach der Funkausstellung hat sich die Kirch-Gruppe dem MHP-Standard (Multimedia Home Plattform) angeschlossen, was bedeutet, dass es zukünftig reicht, in diesem Fall von Premiere eine gültige Abo-Chipkarte und ein sogenanntes CA- (Common-Access-) Modul zu bekommen. Dieses kann dann auch in jedem beliebigen anderen Digitalreceibver mit CA-Einschub benutzt werden. Die analog empfangbaren Kanäle sind mit einzelnen unbedeutenden Ausnahmen (RTL Shop, B.TV) auch digital vertreten und dies selbstverständlich ohne Pay-TV-Abo.




Auch ohne d-box kann man
Digital TV schauen, die Auswahl
an Settop-Boxen ist riesig.



Pay-TV Settop-Box mit
Common Interface Schnittstelle

Zunächst einmal sollte man sich daher entscheiden, ob ausschließlich Free-TV-Empfang geplant ist oder später vielleicht doch Pay-TV in Frage kommt. Die reinen Free-TV-Geräte sind deutlich preiswerter – sie sind ab 150 Euro im Handel und liegen damit preislich am oberen Ende von Analogreceivern. Ein auch für Pay-TV geeignetes Gerät ist dagegen bereits deutlich teurer als ein Analogreceiver oder die bis auf weiteres noch erhältlichen d-boxen mit Premiere-Vertrag. Zu bedenken ist bei der Entscheidung für ein günstigeres Free-TV-Modell jedoch, ob es auf Dauer überhaupt weiter unkodiertes Satellitenfernsehen geben wird.


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